Technik

Auf dieser Seite möchte ich etwas über die eingesetzte Technik berichten.
Das Hauptproblem, welches wir lösen mussten, war der fehlende Netzwerkanschluss auf 107m Höhe. Daneben war auch noch der Stromanschluss zunächst unklar und wir dachten auch über eine Solaranlage nach.. Bei diesem Problem hat uns aber freundlicherweise die CG-Gruppe geholfen, indem wir den Strom von Ihnen beziehen dürfen.

SLT107


Was uns von allen anderen Falkenkameras unterscheidet ist, dass sich der Falkenkasten ganz oben auf einem sehr exponierten Gebäude befindet. Zum Einen ist der Zugang zum Towerdach beschränkt (Man kann nicht mal einfach etwas umstecken), zum Anderen sind wir in über 100 Meter Höhe und dadurch ziemlich exponiert, was die Naturgewalten angeht.

Einzelteile für die Kameraübertragung

Wir haben momentan zwei Kameras im Einsatz. Zum einen ist es eine PTZ-Domekamera (Cam1), welche am Dach des Kastens befestigt ist. Diese Kamera soll vor allem den Balkon vor dem Brutraum überwachen. Die Kamera lässt sich Schwenken und kann Zoomen. Wir können deshalb sowohl in den Brutraum schauen als auch an der Brüstung entlang schauen. Die Kamera hat auch eine bessere Auflösung, so dass wir einige Schnappschüsse mit dieser Kamera machen werden.

Falken-Cam1

Die zweite Kamera ist im Inneren des Brutraumes angebracht. Es ist eine Minikamera (Cam2) mit Full-HD-Auflösung. Diese Kamera überträgt auch Ton. Im Stream der Falken-Cam2 kann man diesen Ton aktivieren.

Falken-Cam2

Dreh- und Angelpunkt auf dem Dach des Towers ist ein POE-fähiger Switch. Wir haben einen ausgewählt, der für härteren Außeneinsatz geeinget ist. Dieser Switch ist auch in der Lage die Peripherigeräte über die Netzwerkleitungen mit Strom zu versorgen (POE = Power of Ethernet). Für die Fachleute: er kann passives POE (24V), welche der WLAN-Client benötigt und aktives POE PLUS nach den Standard 802.3at-2009, welches für die Kameras notwendig ist.
Dadurch benötigen wir keine separaten Netzteile. Alle Peripheriegeräte werden über ihre Netzwerkleitung versorgt.

Switch in unserem Schaltkasten

Der Switch ist, zusammen mit einem Überspannungsableiter, in einen wasserdichten Schaltschrank eingebaut. Sowohl der Netzanschluss als auch die Netzwerkanschlüsse sind mit wasserdichten Verschraubungen (IP67) ausgeführt.

Die fehlende Netzwerkverbindung wurde über eine PTP-WLAN-Richtfunkstrecke gelöst. Die Anlage hat eine Bandbreite >600Mbps und ist für eine Temperaturumgebung zwischen -40°C und 70°C ausgelegt. Sie überlebt Windgeschwindigkeiten von 200km/h.. Mit Hilfe einer optischen Einrichtung und einem Software-Tool wurden die beiden Antennen ausgerichtet.

Richtfunkantenne auf dem Dach
Richtfunkantenne am Boden

Die Aufzeichnung übernimmt ein Netzwerkvideorecorder (NVR). Dieser Server nimmt  auf zwei 8TB-Videofestplatten redundant auf.

NVR im Keller

Der Server ist auch für die Bereitstellung der Videostreams verantwortlich. Diese beiden Streams gelangen über einen Streaming-Provider auf die Website.

Für den Blitzschutz haben wir verschiedene Vorkehrungen getroffen.

  • Die verwendeten Geräte sind für den Einsatz in härterer Umgebung konzipiert und sind unempfindlicher gegen Überspannung.
  • In allen Leitungen (Netz und Netzwerk) sind Überspannungsableiter eingebaut.
  • Soweit möglich ist die Hardware im Bereich von Blitzfängern angebracht. Damit sollte ein direkter Einschlag sehr unwahrscheinlich sein.
Überspannungsableiter in den Netzwerkleitungen

Trotzdem werden wir erst nach einigen Gewittern wissen, ob diese Maßnahmen ausreichend waren.

Friedemann Tewald

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